Polyamorie und Psychotherapie

Wie offen kann ich in einer Psychotherapie über meine polyamoren Erfahrungen reden?

Wenn polyamore Beziehungsversuche wiederholt scheitern, ist es naheliegend sich zu fragen, was liegt daran an mir –  und sich eventuell psychotherapeutische Hilfe zu suchen.

Hier kann es jedoch zu einer Konfrontation mit normativen Vorstellungen von PsychotherapeutInnen zu Partnerschaft und Bindungsfähigkeit kommen.

In dem Workshop wird ein Austausch stattfinden über Erfahrungen auf der Suche nach einem geschützten psychotherapeutischen Raum für Reflexion von vielfältigen Beziehungsmodellen.

Ich würde gerne ca 5 – 10 Minuten in einem Kurzreferat eine Einführung geben, worum es in dem Workshop geht und anschließend den Raum öffnen für den Austausch über gute und nicht so gute Erfahrungen mit polyamoren Themen in einer Psychotherapie.

Am Ende möchte ich Ideen für konstruktive Voraussetzungen für eine Psychotherapie sammeln: In den Probesitzungen zu Beginn einer Psychotherapie geht es darum, heraus zu finden, ob und wie eine Zusammenarbeit gegenseitig vorstellbar ist. Einige KlientInnen verlassen sich auf ihr Gefühl, „dass die Chemie stimmt“; Andere getrauen sich auch, gezielt Fragen zu stellen. Vielleicht hilft ein Austausch über die unterschiedlichen Erfahrungen, sicherer zu einer Klärung zu kommen.

Edmund ist 60 Jahre alt und arbeitet seit über 30 Jahren als Psychotherapeut. Seit dem ihm in der Jugend seine polyamoren Liebes- und Beziehungsbedürfnisse bewußt wurden, setzte er sich mit den damit verbundenen Schwierigkeiten auseinander und suchte nach Lösungsmöglichkeiten – zunächst privat, später auch im beruflichen Kontext.

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