Metamour-Beziehungen verstehen und pflegen

In polyamourösen Beziehungen kommt man nicht umhin, sich mit seinen Metamours (den Menschen, mit denen wir einen gemeinsamen Partner haben) auseinander zu setzen. Auch wenn wir sie nicht persönlich kennen, sind sie trotzdem ein Teil unseres Beziehungsgeflechts. Wenn man das Glück hat, sich gut mit ihnen zu verstehen, kann es sein, dass sich sehr enge Verbindungen zu den Partnern unseres Partners entwickeln können, das ist jedoch nicht immer der Fall. Aber wie in den meisten zwischenmenschlichen Beziehungen funktionieren auch Metamourbeziehungen am besten, wenn die Beteiligten miteinander kommunizieren können und sich zumindest eine Grundlage geschaffen haben, über Probleme sprechen zu können, bevor sie zu einer Krise werden.

In den letzten Monaten habe ich immer wieder festgestellt, dass die Beziehungen zu meinen Metamours für mich ein großer Bonusfaktor des polyamourösen Beziehungskonzeptes sind. Nicht nur weil der Kontakt mit den Partnern meiner Partner für mich ein wirksames Mittel gegen Unsicherheiten ist, sondern auch weil ich das Glück habe, die meisten meiner Metamours als Bereicherung für mein eigenes Leben zu erleben.

Ich werde den Vortragsteil des Workshops dafür nutzen, um einige Aspekte zu beleuchten, die unsere Beziehung zu unseren Metamours beeinflussen kann. Auf der einen Seite werde ich auf Beziehungsdynamiken und -stile eingehen, wie zum Beispiel den Grad der Bekanntheit, den man mit seinen Metamours pflegen kann. Auf der anderen Seite werde ich in Anlehnung an den Ansatz von Rebecca Crane die verschiedenen Ebenen vorstellen, die eine Metamourbeziehung ausmachen: die Individuelle zwischen den beiden Metamours, die Gruppenbeziehung, die sich aus allen Beteiligten ergibt, sowie die Beziehung, die die Metamours in Bezug auf ihren Partner haben, und sie als Ausgangspunkt für potentielle Problemlösungsansätze nutzen.

In der anschließenden Diskussion würde ich mit der Gruppe gerne einige Dos und Don’ts, die ich ausgearbeitet habe, besprechen und die Liste ergänzen.

Sabrina ist 30 Jahre alt, lebt seit 10 Jahren solo und seit 3 Jahren polyamor. Sie widmet sich beruflich der Erschaffung von Büchern und bloggt privat nebenher als peregrin unter deviante-pfade.de

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